Dienstag, 20. Dezember 2005

Inverses Verschlafen

Nach einem langen Abend, den meine Arbeitskollegen bei mir verbracht haben, um Weihnachten zu feiern, was sich durch ein sinnloses Freß- und Saufgelage ausdrückte, beschloß ich, den heutigen Tag etwas später angehen zu lassen. Ich nahm mir daher vor, den Wecker meines Vertrauens von der regulären Weckzeit 6 Uhr auf eine ausnahmsweise und im Büro wohl begründbare Zeit von 7 Uhr zu verstellen und tat dies auch, totzdem ich spätnächtens zwei Wecker in der Hand zu halten glaubte.

Heute morgen erwachte ich natürlich durch des Weckers Läuten, ich schaltete denselbigen so rasch wie möglich ab (weil dessen Geräusch mich sonst noch in den Wahnsinn treibt) und torkelte schlafestrunken in die Küche, in der ich erstens das Kaffeewasser aufsetzte und zweitens das Radio aufdrehte, in der Hoffnung, trotz meines bedauernswerten Zustandes dem 7-Uhr-Morgenjournal auf Ö1 folgen zu können. Doch statt den Nachrichtensprecher zu vernehmen, drang Musik an meine Ohren. Klassische Musik, die ich an sich schätze, die mich allerdings etwas irritierte, denn in dem Moment ensprach jene nicht meiner Erwartungshaltung.

Ich wagte einen hilfesuchenden Blick auf die Küchenuhr. 7:15 Uhr. Wo war also das Morgenjournal? Ich überlegte kurz und stutzte. Denn die Küchenuhr ist die einzige Uhr meines Haushaltes, die die Winterzeitumstellung aus Faulheit meinerseits nicht mitgemacht hat. Also mußte es wohl 6:15 Uhr sein. Der Uhrenvergleich mit sämtlichen anderen Uhren meiner Wohnung (mit Ausnahme meines Weckers) bestätigte meine Schlußfolgerung. Und nun begann ich an mir selbst zu zweifeln. Sollte ich tatsächlich selbst den Wecker um eine 3/4 Stunde vorgestellt haben? War ich gestern Abend tatsächlich so ... Hm ...

Grübelnd fuhr ich ins Büro, nachdenklich darüber, ob ich wohl in jedem Moment meines Lebens Herr über meine wenigen Sinne bin. Als derjenige, der heute als Erster das Büro betrat, mußte ich den nachfolgenden Kollegen jedoch erklären, warum ausgerechnet ich so früh am Arbeitsplatz erscheine, wo doch ausgerechnet ich ... Lassen wir das Thema. Langer Rede kurzer Sinn, ich mußte meine in offenbar unzurechnungsfähigem Zustand begangene Tat gestehen. Ein Kollege - ein Vater eines 3-jährigen Buben, der zu der Feier ebenfalls mitgebracht wurde - brach jedoch in schallendes Gelächter aus, denn dieser meinte, das könne nur sein Sohn getan haben, der liebe nämlich Uhren und täte nichts lieber als stundenlang an ihnen herumzudrehen.

Grmpf. Nicht auszudenken, wenn der kleine Lümmel die Uhr um 4 Stunden vorgestellt hätte. Ich wäre wohl heute nicht in der Lage, diesen Beitrag zu tippen.

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Bei der Gelegenheit: kann mir mal jemand Dativ und...
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Stimmt, ...
eigentlich würde mein Kommentar reichen ...
sokrates2005 - 12. Januar, 15:38

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