Mittwoch, 1. März 2006

True love waits

Verläßt man Wien per Automobil Richtung Norden, so stößt man recht schnell an eine Grenze, nämlich sie tschechisch-österreichische. An dieser ändert sich das Ortsbild der ländlichen Ortschaften schlagartig, denn während die Dörfer in Österreich kleine und beschauliche Nester sind, deren Häuser einen verschlafenen Anblick machen (mattes Licht hinter dunklen Fenstern oder gleich die Rollläden herunten), ist der vorherrschende Eindruck in den grenznahen Orten Tschechiens ein durchaus vitaler, repräsentiert durch die Signalfarbe rot. Rote Lichter hinter den Fenstern von zwei Dritteln aller Häuser zeigen den Sparsamen unter den Österreichern, daß sie am Ziel ihrer Reise angelangt sind, denn hier bekommen sie für ein paar Euro weniger das, wofür sie in ihrer Heimat auch bezahlen müßten um es überhaupt zu bekommen.

Fährt man an der endlosen Reihe einschlägiger Etablissements vorbei, kommt man natürlich nicht umhin, sich so seine Gedanken zu machen, und so kreisen die Assoziationen um Faszination, Ablehnung, Lust, Moral, Doppelmoral, Dreifachmoral, Phantasien und Goldgräberstimmung. Und so geschah es, daß aufgrund irgendeines Assoziationshoppalas auch der Begriff "True love waits" durch den automobilen Innenraum schwirrte, der Überbegriff für jene christliche Jugendbewegung, deren Proponenten der Meinung sind, sie sollten sich im ersten Drittel ihres Lebens einiges entgehen lassen und enthaltsam bis zur Hochzeit bleiben.

Die am Brainstorming beteiligten Reisenden kamen zu dem übereinstimmenden Entschluß, daß das jedenfalls nichts für sie ist und schmiedeten stattdessen eine Geschäftsidee. Offenbar ist nämlich knapp nach der Staatsgrenze tatsächlich noch das große Geld zu holen, etwas was in chronischer Ermangelung dessen zu der Überlegung führte, selbst als Jungunternehmer aufzutreten und einen entsprechenden Betrieb zu gründen. Die Konkurrenz ist groß, daher benötigten wir Newcomer (bitte dieses Wort speziell in Hinblick auf das Thema dieses Beitrages zur Kenntnis zu nehmen) noch eine griffige Idee, um potentielle Grenzüberschreiter just in jenem Haus absteigen lassen, das dem eigenen monetären Ertrag dient. Wir rieben unsere Nasen wie dazumals Wickie von den starken Männern, versprühten mit unseren Mündern Sterne, und schon war ein Konzept geboren, das auf einem plakativen Leitspruch beruhte, dem ein gewisser Wiedererkennungswert nicht abzustreiten ist:



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Sehr interessantes Thema ... da wollen wir uns mal...
hasenhirsch - 11. Juli, 16:50
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ChristopherAG - 5. Mai, 02:01
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RokkerMur - 26. Januar, 22:40
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sie scheinen bürokratischer geworden zu sein ;)
RokkerMur - 26. Januar, 22:38
Bei der Gelegenheit:...
Bei der Gelegenheit: kann mir mal jemand Dativ und...
blogger.de:esperanza.sueno.realidad - 6. September, 16:29
Stimmt, ...
eigentlich würde mein Kommentar reichen ...
sokrates2005 - 12. Januar, 15:38

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